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Die höhergelegenen Geestkerne der nordfriesischen Inseln inmitten weiter Marschflächen lockten Menschen an, als zu Beginn der Jungsteinzeit der Wasserspiegel der Nordsee stieg. Auch auf Föhr zeugen Steingräber und zahlreiche Kleinfunde davon.
Als die Friesen im 7. Jahrhundert das heutige Nordfriesland besiedelten, befanden sich archäologischen Funden zufolge ihre ersten Niederlassungen auf Föhr. Die zuvor wenig besiedelte Insel erlebte einen schnellen Bevölkerungszuwachs. Die recht große Anzahl skandinavischer Schmuckteile in Gräbern verraten, dass gleichzeitig enge Beziehungen zu Nordeuropa bestanden. Aus der Wikingerzeit sind mehrere Kreiswälle, darunter die sogenannte Lembecksburg, erhalten.
Das Erdbuch des dänischen Königs Waldemar berichtet von zwei Föhrer Harden. In der Westerharde hatte zeitweise ein Pirat in dänischen Diensten seinen Unterschlupf. 1368 wechselte die Westerharde, zu der auch Amrum gehörte, unter dem Ritter Klaus Lembeck, Amtmann von Riepen, zu den Holsteiner Grafen über. Im Januar 1400 ergab sich die Harde Königin Margrethe I. und blieb beim Amt Riepen. Bis 1864 war das Föhrer Westerland Teil der königlichen Enklaven und dem Königreich Dänemark direkt unterstellt, während Osterland Föhr mit Wyk zum Herzogtum Schleswig gehörte, seit es in den 1420er Jahren vom König abgefallen war. Gemeinsam mit der Wiedingharde, der Bökingharde, Strand und Sylt schloss Osterlandföhr 1426 mit Herzog Heinrich IV. von Schleswig die Siebenhardenbeliebung, die besagte, dass sie ihre Rechtsautonomie behalten wollten.
Das Marschland im Norden der Insel wurde 1523 als 22 Hektar großer Föhrer Marschkoog eingedeicht.
Von 1526 an wurde die Reformation evangelisch-
Mit dem Walfang brach für Föhr ein goldenes Zeitalter an. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden die holländischen und englischen Grönlandfahrer meistens mit Inselfriesen bemannt. Ende des 18. Jahrhundert lebten 1.000 Seefahrer, darunter 150 Schiffsführer, auf der Insel. Noch heute sind kostbar ausgestattete Häuser der Commandeure in Nieblum und Süderende zu sehen. Die sogenannten „sprechenden Grabsteine“ auf den Friedhöfen der drei ältesten Föhrer Kirchen berichten ihre Lebensgeschichten. Doch mit dem Rückgang der Walbestände fuhren, wie überall in der Region, immer weniger Männer zur See. Die Bevölkerung wendete sich wieder mehr der Landwirtschaft zu.
Strandleben bei Wyk auf Föhr, Postkarte (um 1907)Ab 1842, als der dänische König Christian VIII. den Sommer auf Föhr verbrachte, kam die Insel als Kurort in Mode.
Während des Deutsch-
Bei der Volksabstimmung in Schleswig im Jahr 1920 stimmten die drei Gemeinden Witsum, Utersum und Hedehusum in Westerland Föhr, also im Westen der Insel, als einzige Gemeinden in der so genannten Zone II mehrheitlich für einen Wechsel zum Staatsgebiet von Dänemark. Jedoch sprach sich in der Zone II insgesamt eine deutliche Mehrheit für den Verbleib bei Deutschland aus. Da die drei Gemeinden nicht direkt an der Grenze zu Dänemerk lagen, blieben sie bei Deutschland.
Zum 1. Januar 2007 wurde das Amt Föhr-