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Die Oldsumer Mühle südöstlich des Dorfes lockt schon von weither zu einem besonders schönen Ort. Liebevoll gepflegte Reetdachhäuser und Bauerngärten verleihen Oldsum eine besondere Atmosphäre. Wer Ruhe in einem ursprünglichen Friesendorf sucht, wird sich hier wohlfühlen.
Die Zeit der Seefahrer und Walfänger haben Oldsum auf Föhr geprägt. Alte, prächtige Kapitänshäuser sind im Ortskern zu finden, Oldsum vermittelt das Bild eines intakten Friesendorfes.
Die früher selbständigen Dörfer Klintum und Toftum sind mit Oldsum zu einem schönen Straßendorf zusammengewachsen. Hier wird noch Friesisch gesprochen.
Erwähnenswert ist das weite flache Watt der Föhrer Nordküste, das zu ausgedehnten Wattwanderungen einlädt. Besonders Kinder kommen hier auf ihre Kosten.
Ganz in der Nähe von Oldsum befindet sich ein Vogelschutzgebiet, das tausenden von Seevögeln als Brutstätte dient. Im Frühsommer, zur Brutzeit, wird dieses Gebiet zum Schutz der Vögel abgesperrt. Vom nahen Deich aus läßt sich das Spektakel der besorgten Elternvögel wunderschön beobachten.
Was hier wie ein Miniwäldchen aussieht, entpuppt sich aus der Nähe als eine typische Föhrer Vogelkoje, gut erhalten, aber außer Betrieb.
Chronik der Gemeinde Oldsum auf Föhr
Oldsum liegt im nordwestlichen Bereich der Insel Föhr, unmittelbar auf dem nördlichen Rand des Föhrer Geestkernes. Das sogenannte "Langdorf" besteht aus den Ortsteilen Oldsum, Klintum und Toftum. Obwohl mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, das Oldsum zu den vorgeschichtlichen Siedlungsstätten auf Föhr gehört, beginnt die "geschriebene Geschichte" des Dorfes erst im Mittelalter. Einen Überblick über die Dörfer aus Föhr um die Mitte des 15.Jahrhunderts gibt das "LIBERCENSUALIS EPISCOPI SLESWICENSIS", dessen Abfassung im wesentlichen auf die Jahre 1462/64 zurückgeht. Darin wird Oldsum unter dem Namen ULNERSUM geführt. Eine weitere Aufzählung der Orte ist dann in dem "Zinsbuch des Schleswiger Bischof" aus dem Jahre 1509 erfolgt. Dort ist Oldsum unter dem Namen ALNERSUM verzeichnet. 1462 sind die Namen Klintum und Toftum noch nicht genannt. Toftum ist dann im Jahre 1509 in dem vorgenannten "Zinsbuch", mit dem Namen TUFTUM aufgeführt. Es ist daher anzunehmen, daß der Ortsteil Klintum eine der jüngsten Aussiedlungen auf Föhr ist.
Woher der Name Oldsum -
Die Siedlungsform des Dorfes Oldsum ist eine Mischung aus einem Haufen-
Wenngleich die Insel Föhr im früherer Zeit wesentlich größere Ausdehnung als heute hatte, ist sie dennoch niemals in der Lage gewesen, mit den Erträgen aus der Landwirtschaft, alle Einwohner zu ernähren. Andere Erwerbsmöglichkeiten waren kaum vorhanden. Es lag in daher nahe, daß die männliche Bevölkerung sich der Seefahrt zugewandt hat. Besonders als um das Jahr 1600 von englischen und holländischen Seefahrern riesige Bestände an Walfischen und Robben im nördlichen Eismeer bei Grönland und Spitzbergen entdeckt wurden, haben viele Männer auf diesen Walfangflotten angeheuert um an diesen, oft sehr gefährlichen, Fangreisen teilzunehmen. Aufgrund ihrer hervorragenden Ausbildung waren Föhrer Seeleute bei den Reedereien im In-
Bis zum Beginn des ersten Weltkrieges im Jahre 1914, haben sich die sozialen Verhältnisse innerhalb des Dorflebens nur unwesentlich verändert. Neben der kleinbäuerlichen Struktur gab es Handwerks-
Eine Besserung der Verhältnisse trat erst ein, als im Jahre 1948 die D-
1948 wurden die Wahlen für die Gemeindevertretung erstmals auf demokratische Weise durchgeführt. Alle Beschlüsse der Gemeindevertretung mußten aber weiterhin der britischen Militärregierung zur Genehmigung vorgelegt werden. Das änderte sich erst, als im Jahre 1949 die Bundesrepublik Deutschland als souveräner Staat gegründet wurde. Danach normalisierten sich die Verhältnisse auch in Oldsum (allmählich). Viele Flüchtlinge verließen die Insel im Rahmen eines Umsiedlungsprogrammes und fanden in West-
Auf Föhr wurden durch verschiedene Wegebauvorhaben und umfangreiche Entwässerungsmaßnahmen durch den Bau von zahlreichen Entwässerungsgräben, Kanälen und zwei Schöpfwerken durchgeführt. Im Jahre 1961 wurde in Oldsum der "Wasserbeschaffungsverband Föhr-
Im Rahmen des "Programm-
Nach der schweren Sturmflut vom 16/17. Februar 1962, bei der der Föhrer Seedeich schwer beschädigt wurde, kam es in den folgenden Jahren zu umfangreichen Deichbauarbeiten bei denen in mehreren Abschnitten, der gesamte Föhrer Seedeich von Wyk bis Utersum, verstärkt und erhöht worden ist. Dieser neue Deich hat seitdem bei schweren Stürmen in den vergangenen Jahren, seine Standfestigkeit unter beweis gestellt und unsere Insel vor einer Überflutung bewahrt.
Im gleichen Zeitraum wurde das Schulwesen neu geordnet. Die bisherige vierklassige Volksschule in Oldsum wurde aufgelöst und es wurde eine neue Dörfergemeinschaftsschule in Süderende gebaut, in der die Kinder aus den Dörfern im Westteil von Föhr unterrichtet wurden. Gleichzeitig entstand in Wyk ein Schulzentrum mit Haupt-
In der Landwirtschaft hielt die Motorisierung ihrem Einzug. Es kamen immer mehr Schlepper und Erntemaschinen auf die Höfe. Mit der Einführung der Melkmaschine wurden die Milchviehbestände vergrößert. Es zeichnete sich jedoch schon damals ab, daß ein Strukturwandel in der Landwirtschaft eintreten würde. So kam es schon bald dazu, daß kleine Betriebe aufgegeben wurden zugunsten der wachsenden Betriebe. Wachsen oder weichen ist seitdem die Devise!
Mit dem wachsenden Wohlstand in Deutschland, der durch das sogenannte Wirtschaftswunder weite Bevölkerungsschichten erreichte, kam es zu einem Aufblühen des Fremdenverkehrs. In früherer Zeit beschränkte sich diese auf die Orte Wyk, das bereits 1819 Seebad wurde, Nieblum u. Utersum. Mit der Modernisierung und dem Ausbau der Wohnhäuser, wurde dann auch in Oldsum mit der Vermietung von Ferienwohnungen an Feriengäste begonnen und in den Folgejahren mehr und mehr ausgeweitet und ist heute für viele Einwohner ein wichtiger Erwerbszweig geworden.
Im Zuge der Verwaltungsreform in Schleswig -
Nach intensiven Beratungen stimmte dann im Frühjahr des Jahres 1970 die Gemeindevertretung von Toftum für einen Zusammenschluß der Gemeinden "Oldsum-
Mit dem Anstieg des Fremdenverkehrs kam es zu einer starken Nachfrage kapitalstarker Käufer nach Wohnraum in den Dörfern. Es wurden auch in Oldsum, viele Gebäude aus den verschiedensten Gründen zu hohen Preisen an ortsfremde Käufer veräußert, die dann aufwändig renoviert, als Zweit-
Im Jahre 1990 wurde in Oldsum begonnen, eine Vollkanalisation zu bauen. In vier Bauabschnitten, in einem Zeitraum von fast vier Jahren, wurde dieses Vorhaben verwirklicht. Ermöglicht wurde dieser Bau, der mit einem hohen Finanzaufwand verbunden war, durch einen "Generalentwässerungsplan für den ländlichen Raum" des Landes Schleswig-
Nachdem nun in jüngster Zeit Oldsum auch an das Erdgas-