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Föhr: Watt für ‘ne Insel!
Föhr mit Kindern
Auf Föhr gibt es keine große Brandung, was gerade für Familien mit kleinen Kindern ideal ist. Aber auch für ältere Kinder gibt es auf der Nordsee-
„Schmeckt irgendwie nach Fisch“ – der Kommentar unserer Tochter Merle (4) könnte nicht treffender sein, schließlich gibt’s an diesem Abend in unserer Ferienwohnung Butterfisch und Krabben, See-
Föhr heißt die Insel, Wyk der Hauptort, hier haben wir uns einquartiert, direkt an der „Großen Straße“, einer gepflegten Fußgängerzone, die unmittelbar zum Strand führt. Zwei Wochen im August verbringen wir hier, und es soll nicht der letzte Föhr-
Wir erkunden Föhr mit Leihfahrrädern, mit dem Bus und dem „Friesenexpress“, einer straßentauglichen Bimmelbahn. Lokführer Uwe Piske erzählt während der knapp zweistündigen Fahrt unablässig Interessantes über die Insel – und strahlt bei all dem diese sprichwörtliche friesische Ruhe aus, die den Einheimischen auch in der Hochsaison nicht abgeht.
Gemächlich passieren wir Wyk und die meisten der elf schmucken Inseldörfer – mit ihren einladenden Hoflädchen und Kunstateliers, Töpfereien und Teestuben.
Ferien auf Föhr: Wo der Wind bläst und die Sonne versinkt
Zur Fahrt mit dem Express gehört auch eine ausgiebige Pause am Westdeich, wo wir uns hart am Wind richtig durchpusten lassen und einen herrlichen Blick auf die Südspitze Sylts erhaschen. Doch es geht noch herrlicher: „Hier ganz in der Nähe, am Utersumer Strand, können nicht nur Romantiker allabendlich einen traumhaften Sonnenuntergang genießen“, sagt Uwe Piske. „Die Sonne versinkt zwischen Sylt und Amrum glutrot im Meer!“
Tja, das möchte man auch als nicht mehr ganz so frisch verliebtes Paar gern mal genießen, doch Merle und ihr großer Bruder Luis (8) stehen verständlicherweise mehr auf Sandeln. Also einfach am Strand sein und Strandburgen bauen. Und das geht auf Föhr prima, auch wenn der Strand nirgens wirklich breit ist wie etwa auf der Nachbarinsel Amrum.
Dafür ist Föhrs Lage im Windschatten von Amrum und Sylt deutlich geschützter, es gibt keine große Brandung, was gerade für Familien mit kleineren Kindern ideal ist. Flach, sehr flach geht es ins Wasser, perfekt um zu planschen und mit dem Käscher Meerestiere zu erforschen. Strandtage auf Föhr haben aber auch ihre Tücken: Der steife Küstenwind macht den ufernahen Aufenthalt selbst dann zu einem erfrischenden Erlebnis, wenn die Sonne nur so vom Himmel knallt – und ruck, zuck hat man einen Sonnenbrand. Wir wappnen uns mit reichlich Sonnencreme und einem praktischen Windfang.
Wattwanderung auf Föhr: tierisch spannend
Wer vom Föhrer Strand erzählt, muss unbedingt das Watt erwähnen. Merle findet es zwar erst mal „eeeklig“ und will sofort getragen werden, doch nach einer Weile der Eingewöhnung wagt auch sie sich barfuß auf den glitschigen Untergrund, in dem sich eine eigene Welt verbirgt: „Hier befindet sich ein einzigartiger Lebensraum für mehr als 10000 Tier-
Überhaupt, wat’n Watt: Was sich hier an Krabben und Krebsen, Muscheln und winzigen Spinnentieren tummelt, muss man mit eigenen Augen gesehen haben.
Mehr übers Watt gibt’s im Friesenmuseum – und nicht nur das: Hier erfahren wir, nachdem wir das mächtige Eingangstor aus Blauwalkieferknochen durchschritten haben, auch einiges über das alte Föhr der Walfänger und Seefahrer, über Föhringer Trachten und historische Land-